Der Respect Code, Etiketten und Grundeinkommen
Heute morgen habe ich mein neues Switcher T-Shirt angezogen und gleich wieder aus, weil das Etikett innen meine Flanke aufscheuerte. Ich schneide also die blöden Etiketten weg und entdecke folgenden Text auf dem einen Etikett.

Respect Code
Ein Respect Code? Ich weiss ja, dass ich T-Shirts nur von Switcher kaufen sollte, wenn ich Fair-Trade unterstützen möchte. Alle anderen gängigen Marken (z.B. H&M) können Kinderarbeit oder Arbeiter-Ausbeutung als Produktionshintergrund haben.
Nun, zurück zu meinem Respect-Code. Natürlich schaue ich auf der angegebenen Website nach meinem Respect Code. Leider ist mein Code nicht registriert. Schade, so kann ich den Produktionsweg nicht nachschauen. Dafür finde ich in den FAQs einen anderen Switcher-Respect Code und probiere ihn aus: SWT2222JGCA

Produktionskette eines Switcher Brad T-Shirts
Nach Eingabe des Codes erscheint die Produktionskette. Die einzelnen Herstellungsschritte werden aufgelistet und auch auf einem Google-Map örtlich angezeigt. Ich kann die einzelnen Produzenten anklicken und mehr Informationen über sie erhalten, sehe, welche Zertifikate sie haben und vieles mehr.
Der Respect Code und die dazugehörige Website sind eine gute Sache. Schade nur, dass mein T-Shirt Code nicht erfasst ist. Überhaupt sieht es so aus, als ob die Website nicht gerade oft mit Daten gefüttert wird. Aber dafür ist sie erst seit dem 6.4.2009 online, so wies aussieht. Alle 3 News sind jedenfalls mit 6.4.2009 datiert. Seither hat sich nichts mehr getan. Hoffentlich stirbt hier nicht eine gute Idee vorschnell an mangelnder Zeit der Betreiber.
Aber da kommt mir die Idee wegen diesen blöden scheuernden Etiketten. Warum kann man auf die Dinger nicht verzichten und druckt stattdessen einen Code ins Kleidungsstück. Nach diesem Code könnte man auch auf einer Website suchen und es würde mir angezeigt, ob ich das Teil bügeln darf, wie heiss ich es waschen darf etc. Sozusagen der Handling Code (www.handling-code.org wäre noch frei). So würde man Arbeit sparen (Etiketten herstellen und aufnähen), Ressourcen (Stoff für Etikette, Tinte für Druck) aber auch Ärger (Schürfungen auf Haut, Loch schneiden ins Textil wegen Etikettenentfernung) . Wir hätten einen weiteren Schritt in Richtung Rationalisierung – weniger Menschen erstellen mehr Güter. Und dann müsste man lediglich die Frage des Einkommen lösen, z.B. über Grundeinkommen?