Tschernobyl vergessen?

Dass der Bundesrat AKWs wieder als gangbaren Energielieferanten erachtet, hat mich zu tiefst entsetzt. Und daher ist es auch logisch, dass der Stromkonzern Atel bereits einen Bewilligungsgesuch für den Bau eines Kernkraftwerks im Solothurner Niederamt eingereicht hat. Atel ist überzeugt, dass es in der Schweiz zwei neue Kernkraftwerke zur Sicherstellung der Energieversorgung braucht. Soviel zu den Fakten.

Auch Fakt ist, dass die Menschen in Tschernobyl noch immer an den Folgen des Reaktorunglücks vom 26.4.1986 zu leiden haben. Kinder aus Tschorny Bol, dass damals 70% des radioaktiven Niederschlags abbekam, leiden an Schilddrüsenprobleme, Leukämie und übermässig häufigem Nierenleiden (Quelle: 100% Live – Schülerzeitung Zug, Ausgabe 6, Juni 2008).

Haben wir das Unglück denn so schnell vergessen? 1986 ist noch nicht sehr lange her. Ich erinnere mich an dieses unfassbare Unglück, diese Hilflosigkeit und lähmende Angst. Das Leiden der Bevölkerung rund um das Kernkraftwerk. Ja, ich erinnere mich! Das menschliche Gedächtnis aber ist so vergesslich und lückenhaft, wenn wieder finanzielle Profite möglich werden.

Gut ist, dass sich die Grünen, Anti-AKW- und weitere Umwelt-Organisationen an 1986 erinnern und bereits das Referendum gegen den Bau dieses neuen AKWs planen. Eine Petition können auch alle Atomkraftgegner unter www.akw-nein.ch unterschreiben oder gleich nachfolgend das Formular ausfüllen:

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