Projekt52 – Woche 16: Geheime Orte

Das war eine Knacknuss! Deshalb auch die Verspätung. Nun hole ich aber versäumtes nach. Es geht darum:

Im Prinzip geht es also darum entweder nochmal in die eigene Kindheit oder in die Erinnerung der eigenen Kinder einzutauchen und herauszufinden, wo man sich früher gerne herumgetrieben hat, wovon Eltern nicht unbedingt wussten. Orte, die einen gewissen Reiz auf einen ausübten, die vielleicht etwas von einer geheimnisvollen Höhle oder etwas märchenhaftes hatten.

Lange musste ich überlegen, was denn meine geheimen Orte waren, damals als Kind. Und ich glaube, der grösste geheime Ort war in meinem (Kinder-)Zimmer. Ich hab es schon als Kind geschafft, mich ganz von der Aussenwelt abzuschotten, die Klappen meiner Ohren zu schliessen und ganz und gar in meine eigene kleine Welt einzutauchen. Und das war eben mein Zimmer. Was hab ich dort getrieben? Ich hab gemalt. Ich konnte stundenlang an meinem Tisch sitzen und mit Farben experimentieren. Es war kein konkretes Zeichnen, nein, es war ein experimentales Geschmiere. Und es hat Spass gemacht. Wenn mich meine Mutter in solchen Momenten gerufen hat, hab ich einfach nichts gehört. Nicht extra und bewusst, nein tatsächlich. Ich hab nichts gehört bis zu dem Moment, in dem ich wieder aufgetaucht bin. Leider, leider hab ich kein solches “Gemälde” mehr gefunden. Nur so schulische Zeichnungen. Um etwas fotografisches zu zeigen, musste ich mich für den zweitliebsten geheimen Ort entscheiden. Und dies waren Hütten. Hütten aus Tüchern und Decken, Hütten aus Ästen, Hütten aus Möbeln und Bretter, Baumhütten, usw. usw. Dort hab ich mich dann eingerichtet, und mir vorgestellt, ich würde dort ganz alleine und unabhängig hausen. Schön wars …

Geheime Orte

Einen Kommentar schreiben